PORTRAIT

In Bayern 1967 geboren und auf dem elterlichen Bauernhof aufgewachsen, entdeckte ich schon früh meine Liebe zum Holz und erlernte den Beruf des Tischlers. Einige Jahre arbeitete ich in einem kleinen Familienbetrieb, wo ich vielseitige Erfahrungen sammeln konnte und begann, mich intensiver gestalterisch zu betätigen. Ich entschied mich, meinem kreativen Drang zu folgen, absolvierte die Fachoberschule für Gestaltung in Augsburg und studierte anschließend an der Fachhochschule in Rosenheim Innenarchitektur.

Seit1998 bin ich als Innenarchitekt tätig. Während eines mehrmonatigen Aufenthaltes in Alaska entdeckte ich ein Buch des englischen Drechslers Tony Boase, das mich so sehr begeisterte, dass ich wieder anfing zu drechseln. 2005 zog ich der Liebe wegen ins Rheinland.
Die besondere Verbindung zum Holz, die Leidenschaft damit zu arbeiten und mein Drang gestalterisch tätig zu sein, habe ich in all den Jahren weiter vertieft. So arbeite ich seitdem freiberuflich als Drechsler in Leverkusen.

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Heimische Hölzer, bevorzugt Eiche, bilden die Grundlage für meine Objekte.
Ich drechsle dünnwandige Gefäße, teils asymmetrisch, auf verschiedenen Achsen.
Durch die fein geschliffene Innen- und stark gebürstete Außenfläche und abschließende Oberflächenbehandlung der Arbeiten wird die lebendige Struktur des Holzes freigelegt. Die individuelle Maserung jedes einzelnen Objektes wird dabei nicht nur visuell sondern auch haptisch begreifbar. Gern spiele ich mit den färbenden Eigenschaften von Gerbsäure, die im Eichenholz enthalten ist, und erhalte so eine Variabilität in der endgültigen oberflächlichen Färbung meiner Gefäße.

Mitglied der AKD / Angewandte Kunst Düsseldorf

Mitglied im Bundesverband-Kunsthandwerk

Vertreten im Museum für Kunst und Kulturgeschichte / Dortmund

Hessischer Staatspreis (3.Platz) für das Deutsche Kunsthandwerk - Best of 2021

Gewinner des Staatspreises MANU FACTUM 2017 / NRW

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MANU FACTUM Staatspreis NRW 2017

Staatspreis / Begründung der Jury

Drei Gefäße aus Eichenholz von Konrad Koppold

Der erste Moment im Auge des Betrachters, der erste Eindruck: Wahrscheinlich ist es das, was emotional, haptisch, proportional und gestalterisch berührt. Vielleicht ist es auch die gezielte Asymmetrie aufgrund der unterschiedlichen Bearbeitungsprozesse und das Wissen um die Schwundrichtungen des Materials, die eine Art von spielerischer Unperfektion perfektionistisch darstellen. Sich als Mitglied des Preisgerichts Exponaten nähern zu dürfen, die schon aus der Ferne erkennen lassen, dass hier eine Person am tagtäglichen Werken ist, die gekonnt agiert, das ist besonders. Hier werden scheinbar jahrelange Erfahrung und technisch-handwerkliches Geschick gleichermaßen kombiniert und somit Kontinuität im Entwicklungsprozess als auch fortwährende Neugier manifestiert. Beeindruckend. Die drei Gefäße präsentieren sich in Eichenholz. Zwei von ihnen wurden nass gedrechselt, eines konventionell gedreht und danach mit Essig und Stahlwolle geschwärzt. Die Innenflächen der Objekte muten in ihrem Feinschliff zart an und verleihen dem Inneren durch die gewählte Schwärzung eine wunderbare Tiefe. Kontrastreich und zielorientiert stellt sich im Gegenzug die im Bearbeitungsergebnis mattgraue, strukturierte und reliefartig gebürstete Außenfläche dar. Die herausgearbeitete Maserung der Eiche entfaltet sich in ihrer gesamten Schönheit und stärkt den Wunsch des Berührens. Mehr ist wahrscheinlich kaum möglich, als die Lust auf Material und Form.

PRESSE

Filmbeitrag des WDR

Lokalzeit aus Köln vom 26. 10. 2013
Baum Kunst made in Leverkusen

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besteshandwerk
Handwerk, Design, Kunst und Tradition Köln und Umgebung

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Auszug aus dem Titel: „Handwerk, Design, Kunst und Tradition Köln und Umgebung“ (Autorin: Silke Martin, Fotografen: Andreas Tauber und Friedhelm Rettig, April 2011, Neuen Umschau Bucherverlag, ISBN-Nummer 978-3-86528-486-0)

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Kunsthandwerk & Design
Nr. 1/2013

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BM
Nr. 5/2013

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Perspektiven
Ausgabe 10 / 2017

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